mit diesen Bildern informiert die Polizeiakademie Niedersachsen anschaulich über eine Auswahl der aktuellen Ge- und Verbote im Kampf gegen das Coronavirus, welche voraussichtlich vom 24.03. bis 18.04.2020 gelten werden. Für weitere Informationen klicken Sie bitte hier
legt im gesamten Bundesgebiet, aber auch weltweit, das öffentliche Leben lahm. Grenzen werden geschlossen und überall werden Veranstaltungen abgesagt und Ansammlungen von Menschen untersagt. Schulen, Kindergärten und Geschäfte schließen und Mitarbeiter werden nach Hause ins „Home-Office“ geschickt.
Die Mitmenschen werden aufgefordert, zuhause zu bleiben, soziale Kontakte zu meiden, Abstand zu anderen Menschen zu halten und die bekannten Hygienemaßnahmen, wie beispielsweise Abstand halten, regelmäßiges und gründliches Händewaschen und die Hustenetikette einzuhalten.
Auch bei uns in Schweindorf sind zahlreiche Veranstaltungen, Versammlungen und Aktionen dem Virus zum Opfer gefallen. Der Frühjahrsputz und ein Arbeitseinsatz finden nicht statt, aber auch die geplante XXL-Osterparty der Feuerwehr, die geplante Jahreshauptversammlung am 24. April und voraussichtlich auch die Maibaumfeier am 30. April finden nicht statt und weitere Absagen werden sicherlich auch noch folgen.
Hier nun einige Links, wo es aktuelle und verlässliche Informationen zu der mittlerweile zur Pandemie ausgewachsenen Krise gibt:
Das Bürgertelefon des Landkreises Wittmund ist unter der Nummer: 04462/86-7000 erreichbar.
Bei dringenden medizinischen Notfällen wenden Sie sich bitte direkt an Ihren Hausarzt oder wenden Sie sich an den Ärztlichen Bereitschaftsdienst, Telefonnummer: 116117 !
Weitere Infos gibt es auch unter diesen Hotlines:
Landkreis Wittmund: 04462/86-7000 (Mo.–Do.: 8–12 Uhr sowie 13–16 Uhr; Fr.: 8–12 Uhr; Sa. – So.: 9-15 Uhr)
Stadt Wilhelmshaven: 04421 / 161616 (wochentags: 9–17 Uhr)
Landkreis Aurich: 04941 / 16-1616 (täglich: 8–16 Uhr)
Insel Langeoog: 04972 / 693168
Bundesministerium für Wirtschaft: für Unternehmer: 030/18615-1515/ 16-1616 für Bürger: 030/186156187 (Mo.–Fr.: 9–17 Uhr)
Die Dorfgemeinschaft appelliert an alle Bewohner der Gemeinde, die Situation ernst zu nehmen und den Empfehlungen der Behörden und der Institutionen zu folgen.
Bleiben Sie, soweit möglich, zuhause und meiden Sie Kontakte zu anderen Mitmenschen.
Bitte bleiben Sie gesund und kommen Sie gut durch diese Krise.
„Anzeiger für Harlingerland“ Ausgabe vom Samstag, 7. Dezember 2019 – Von Helmut Burmann
Baugebiet Schweindorf ohne Internet
BREITBAND – EWE verlangt für die Erschließung mindestens 150 000 Euro
von Helmut Burmann
Zahlt die Gemeinde nicht, werden die Leerrohre wohl ohne Leitungen bleiben.
WESTERHOLT/SCHWEINDORF. Am Ende der Holtriemer Samtgemeinderatssitzung ließ Bürgermeister Jochen Ahrends die Bombe platzen: Das neue Baugebiet Ochsenkamp in Schweindorf droht breitbandtechnisch zum weißen Fleck zu werden. Es sei denn, die Gemeinde zahlt Versorger EWE mindestens 150 000 Euro Baukostenzuschuss.
In Holtriem sieht man diese Forderung als Schlag gegen das Bauwesen in kleinen ländlichen Gemeinden, die aus wirtschaftlichen Gründen nur überschaubare Baugebiete erschließen können. Die sind aber für Versorger wie die EWE (aber auch Telekom) wirtschaftlich unattraktiv, und daher fordern diese einen Baukostenzuschuss.
Das sei nicht neu, versichert Gerrit Pruss von der kommunalen Betreuung der EWE, so verfahre man bereits seit Jahren auch in anderen Gemeinden. Es kann also auch andere Kommunen in der Region treffen.
Zahlen die Holtriemer beziehungsweise Schweindorfer nicht, so werden die Leerrohre, die auf jeden Fall verlegt werden, wohl leer bleiben, denn ein weiterer Versorger wie die Telekom hat bereits abgewunken.
Neubaugebiet ohne Breitband
GLASFASER – Holtriemer haben ein Problem – EWE will Baukostenzuschuss
von Helmut Burmann
Pro Bauplatz in Schweindorf würden Mehrkosten von rund 8500 Euro entstehen.
Stolz präsentierten Bürgermeister Helmut Ahrends und Stellvertreterin Birgit Soebels-Janßen vor wenigen Wochen das Schweindorfer Baugebiet Ochsenkamp, das ihnen jetzt große Sorgen bereitet. BILD: Helmut Burmann
WESTERHOLT. Samtgemeindebürgermeister Jochen Ahrends war schockiert und SPD-Fraktionschef Hinrich Möhlmann – „mich wundert in dieser Republik nichts mehr“ – holte zum groß Rundumschlag aus. Grund war die Mitteilung der EWE, die dem Verwaltungschef erst kurz vor der jüngsten Samtgemeinderatssitzung auf den Tisch geflattert war: Die Ankündigung, dass der Energieversorger für den Glasfaserausbau des Neubaugebietes Schweindorf Ochsenkamp mindestens 150 000 Euro verlangt. Sollten diese nicht gezahlt werden, könnten die Leerrohre, die die EWE jedenfalls verlegen will, zunächst leer bleiben. Die 18 Bauplätze bleiben dann aber ohne Breitbandanschluss und wären somit so gut wie nicht verkaufbar. Pro Bauplatz entstehen für die Kommune bei Erfüllung der Forderung Mehrkosten von rund 8500 Euro.
Diese Vorgehensweise des Energieversorgers ist für die Samtgemeinde und ihre Mitgliedsgemeinden neu – für die EWE aber nicht. Das praktiziere man auch in anderen Gemeinden so, versicherte Gerrit Pruss von der kommunalen Betreuung des Unternehmens. Man habe sich das Gebiet in Schweindorf genau angesehen, bekomme es aber nicht wirtschaftlich gerechnet, obwohl man mit dem Neubaugebiet und der Bestandsbebauung auf dem Weg dorthin, somit mit 55 Wohneinheiten, kalkuliert habe.
Außerdem führt das Unternehmen an, dass es nach aktueller Rechtssprechung keine Kooperationsverträge mehr direkt mit Kommunen beziehungsweise kommunal geführten Gesellschaften schließen darf. Das Unternehmen empfiehlt sogar, mit einem Wettbewerber Kontakt aufzunehmen. Die Telekom hat jedoch bereits abgewunken.
Für die Holtriemer ist jetzt allerdings guter Rat teuer. Für Ahrends ist diese Forderung kontraproduktiv zu allen Bemühungen des Breitbandausbaus. Der Verwaltungschef hat daher auch den Landkreis Wittmund eingeschaltet, von dem gestern allerdings keine Stellungnahme zu erhalten war.
SPD-Fraktionschef Hinrich Möhlmann platzte angesichts dieser Nachrichten auf der letzten Ratssitzung des Jahres aber der Kragen, wo doch gerade Bund und Land den Breitbandausbau forderten. Er forderte eine Entlastung der Kommunen und kritisierte die mangelnde Investitionsbereitschaft auf Landes- und Bundesebene. Die Bundesrepublik rangiere in Sachen Breitband hinter Staaten wie Albanien und Rumänien, betonte Möhlmann gleich mehrfach und forderte mit Blick auf große erforderliche Investitionen: „Die heilige Kuh der schwarzen Null muss endlich verschwinden!“
Weihnachtlich geschmückte Mühle Klaashen in Schweindorf.
In diesem Jahr sind erstmals auch die Mühlenflügel der Galerieholländerwindmühle festlich illuminiert. Die Lichttschlangen an der Galerie und den Mühlenflügeln zeichnen nun in der Vorweihnachtszeit eine schöne Mühlensilhouette in den Schweindorfer Abendhimmel.
„Anzeiger für Harlingerland“ vom Samstag, 2. November 2019 – Von Helmut Burmann
Gemeinde Schweindorf will wachsen
WOHNEN – Neues Baugebiet mit 18 Plätzen wird erschlossen – Vergabeverfahren ist angelaufen
Helmut Burmann Bereits mit Beginn des neuen Jahres sollen die ersten Bauwilligen ihre Pläne verwirklichen können.
Die Erschließung des neues Baugebietes in Schweindorf soll bis Weihnachten abgeschlossen sein. Anfang 2020 sollen die ersten Bauwilligen durchstarten können, so hoffen Bürgermeister Helmut Ahrends und seine Stellvertreterin Birgit Siebels-Janßen. BILD: Helmut Burmann
SCHWEINDORF. Mit rund 700 Einwohnern zählt Schweindorf zu den kleinsten Gemeinden in der Samtgemeinde Holtriem. Doch Schweindorfwill wachsen, und daher wird derzeit nach rund zwölf Jahren (Bau-) Pause ein neues Baugebiet am Ochsenkamp erschlossen – die Bauarbeiten laufen. Dort sollen am Rande eines kleinen Waldes 18 Bauplätze in verschiedenen Größen von 600 bis 1400 Quadratmeter zu einem Preis von 51,80 Euro pro Quadratmeter (erschlossen) angeboten werden.
Dieser Gesamtpreis setzt sich aus dem Verkaufspreis für Grund und Boden, dem Erschließungsbeitrag als Ablösebetrag sowie den Erschließungsbeiträgen für die Schmutzwasser- und Niederschlagswasserbeseitigung zusammen. Als Besonderheit stehen für einige Grundstücke Flächen zur Verfügung, die den Käufern als Grünflächen zur Verfügung stehen. Für diese Flächen brauchen die Käufer nicht den vollen Preis zu zahlen, sondern nur den Preis für Grund und Boden. Damit ist die Gemeinde Schweindorf in der Lage, den unterschiedlichen Bedürfnissen und Wünschen der Bauwilligen Rechnung zu tragen.
Da schon in der ersten Planungsphase zur Erschließung des neuen Baugebietes erkennbar war, dass das Interesse an Baugrund sehr groß ist, und eine Vergabe im sogenannten „Windhundverfahren“ auf Grund der langen Verfahrensdauer nicht zielführend sein würde, hat der Gemeinderat beschlossen, ein anderes Vergabeverfahren zu entwickeln. Dabei war es dem Rat wichtig, bei der Realisierung dieses neuen Baugebietes, jungen, bauwilligen Familien die Möglichkeit zu geben, in einem überschaubaren und attraktiven Umfeld dauerhaft und nachhaltig ihren sozialen Lebensmittelpunkt zu finden, um so auch maßgeblich den Zusammenhalt der örtlichen Gemeinschaft zu stärken. Dabei sollte das Verfahren transparent sein und jeder sollte die Möglichkeit bekommen, sich in einem bestimmten Zeitraum auf einen Bauplatz zu bewerben.
Der gefasste Beschluss sieht vor, dass sich die Bauwilligen im ersten Vergabeverfahren seit 1. November bis zum 30. November auf einen Bauplatz bewerben können. Als zwingende Voraussetzung im ersten Vergabeverfahren ist dabei zu nennen, dass die Bewerber das zu erstellende Haus selber bewohnen müssen. Ansonsten gibt es keine weiteren Beschränkungen. Bei der Vergabe finden jedoch junge Familien mit Kindern, Einheimische sowie Personen, die sich ehrenamtlich in Vereinen, der Feuerwehr oder sozial engagieren, besondere Berücksichtigung.
Das Bewerbungsformular kann entweder von der Seite der Samtgemeinde Holtriem heruntergeladen werden oder ist in Papierform im Gemeindebüro der Gemeinde Schweindorf erhältlich. Die bis zum 30. November bei der Gemeinde Schweindorf eingegangenen Bewerbungen finden im ersten Vergabeverfahren Berücksichtigung. Den ersten Bauwilligen könnten somit ab Anfang 2020 die Baugrundstücke zur Verfügung gestellt werden.
Anmerkung:
Weitere Informationen zu den Richtlinien zur Vergabe der Bauplätze gibt es hier. Klick
Hier gibt es das Bewerbungsformular zum Kauf eines Bauplatzes im Baugebiet 10 „Ochsenkamp“: Klick
Die Gemeinde Schweindorf plant derzeit die Erschließung des Baugebietes Nr. 10, Ochsenkamp.
Hier entstehen auf einer Fläche von rd. 2,4 Hektar insgesamt 18 Bauplätze mit Einzelgrößen von etwa 600 bis 1.400 m². Die Erreichbarkeit der Baugrundstücke erfolgt dabei über eine Stichstraßenlösung mit vier Einzelstraßen, die jeweils an die Gemeindestraße „Ossendrift“ angeschlossen sind. Mit der Realisierung dieses neuen Baugebietes möchte die Gemeinde Schweindorf jungen, bauwilligen Familien die Möglichkeit geben, in einem überschaubaren und attraktiven Umfeld dauerhaft und nachhaltig ihren sozialen Lebensmittelpunkt zu finden und so maßgeblich den Zusammenhalt der örtlichen Gemeinschaft zu stärken. Um diesem Ziel gerecht zu werden, wird die Zuteilung der Baugrundstücke an gewisse Bedingungen geknüpft. Der Rat der Gemeinde Schweindorf hat deshalb in seiner Sitzung am 24.10.2019 diese Richtlinie zur Vergabe von Bauplätzen im BG 10 beschlossen. Mit der nachfolgend aufgeführten Richtlinie und der Vergabekriterien soll gerade jungen Familien mit mehrjähriger Bindung zur örtlichen Gemeinschaft die Möglichkeit zum Erwerb eines Bauplatzes geboten werden. Daneben soll natürlich auch der Zuzug junger Familien und deren Eigentumsbildung gefördert werden.
Weitere Informationen zu den Richtlinien zur Vergabe der Bauplätze gibt es hier. Klick
Hier gibt es das Bewerbungsformular zum Kauf eines Bauplatzes im Baugebiet 10 „Ochsenkamp“: Klick
„Anzeiger für Harlingerland“ vom Samstag, 8. Juni 2019 – von Helmut Burmann
Benötigt werden nur schwarze Hose und Schuhe
SERIE – Im Spielmannszug des Mühlenvereins Schweindorf müssen die Mitglieder zudem Spaß an der Musik mitbringen
Auf Langeoog musiziert der Spielmannszug regelmäßig. BILD: Wolfgang Akkermann
SCHWEINDORF/WESTERACCUM. Klassische Marschmusik ist nicht so ihr Ding, doch wenn sich die 18 Musiker des Spielmannszugs des Mühlenvereins Schweindorf ins Zeug legen, dann geht bei ihnen die Post ab. Aber nicht nur bei ihnen – oftmals auch bei den Zuhörern, welche die vier- bis 64-jährigen Amateurmusiker mit ihrer beschwingten Art zu begeistern wissen. Kein Wunder also, dass diese Musikgruppe gerne zu Festivitäten aller Art gebucht wird.
Wer bei den Schweindorfern mitmachen will, der benötigt nicht viel: eine schwarze Hose und schwarze Schuhe, das reicht, denn alles andere wird gestellt. Nicht einmal Notenkenntnisse sind erforderlich, denn gespielt wird nach Zahlen. Diese „Zahlennoten“ eines Titels werden von Irene Akkermann erstellt, die das neue Lied dann zuerst mit den Trommlern testet. Das klappt nicht immer, aber wenn doch, dann kommen schnell Lyra, Querflöte, Marimba, Marching Bell, Suhere, Timptomp, Pauke, Rasseln und Becken hinzu. Die Akteure merken sich schließlich nur noch das Spielmuster, die Melodie müssen sie im Kopf haben. Und das sind inzwischen recht viele verschiedene und vor allem auch aktuelle Melodien, denn zwei ähnliche Stücke spielen die Schweindorfer niemals nacheinander. Das ist das Erfolgsgeheimnis der Kapelle.
Wolfgang und Irene Akkermann managen den Spielmannszug des Mühlenvereins Schweindorf. BILD: Helmut Burmann
Die Geschichte des Spielmannzugs ist wechselhaft. Offiziell wird das Gründungsjahr 1995 angegeben, doch gehen die Anfänge schon früher auf Zeiten im Schützenverein Westerholt zurück. Im kommenden Jahr wird aber auf jeden Fall groß der 25. Geburtstag gefeiert – unter der Leitung des Vorsitzenden Wolfgang Akkermann (58 Jahre) und seiner Ehefrau Irene (55), der Tambourmajorin. Beide fanden den Weg über ihre Tochter Rebecca, die Blockflöte lernen sollte, zum Mühlenverein. Die 55-Jährige stieg schnell zu Tambourmajorin auf, obwohl die weder Noten kannte noch ein Instrument spielte. Doch schnell lernte sie, die Lyra zu spielen.
Inzwischen ist die Familie Akkermann bis hin zu den Enkelkindern im Spielmannszug verwurzelt. Und sie ist darauf bedacht, dass den Mitgliedern auch außerhalb der Musik immer etwas geboten wird. Doch meistens kommen die Instrumente dann doch mit ins Spiel – egal ob auf dem Karussell oder im Wasser. Dabei merkt man den Akteuren immer wieder die Lust an der Musik an. Doch wer dabei sein will, muss neben Zuverlässigkeit auch Disziplin mitbringen. Einen Auftritt absagen, weil man lieber mit den Kumpels schwimmen gehen will, ist nicht drin. Den der Musikzug geht Verpflichtungen ein, wird für Auftritte gebucht und wird dafür entlohnt. Von diesem Geld finanziert sich die Kapelle, die keinen Mitgliedsbeitrag erhebt, aber in 2018 für 4000 Euro neue Instrumente angeschafft hat. Die Spielzeit des Musikzuges reicht von Ostern bis Weihnachten, meistens an den Wochenenden. Und es gibt inzwischen viele feste Termine wie in Dornum, Funnix, Leerhafe, Bensersiel, Wiesmoor oder Langeoog.
In Polen ist man mit Unterstützung des Landkreises auch schon gewesen. Und zu gerne würde man eine Einladung nach Österreich annehmen, doch „das können wir uns einfach nicht leisten,“ so Irene Akkermann, die sich wie ihr Mann Wolfgang nicht nur über neue Spielleute – vor allem Trommler – und auch musikbegeisterte Familienangehörige freuen würde.
Alter oder auch ein Handicap spielen dabei keine Rolle, denn im Spielmannszug gibt es auch keine Cliquen. Und wird die Pause zu langweilig, spielen alle zusammen auch schon mal Fußball. Wer Interesse am Spielmannszug des Mühlenvereins Schweindorf hat, muss nicht unbedingt in unmittelbarer Nähe des Ortes wohnen. So sind Wolfgang und Irene Akkermann beispielsweise in Westeraccum zu Hause und oftmals als Sammeltaxi zu den Übungsnachmittagen sonnabends 16 bis 18 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus in Schweindorf unterwegs.
Quele: „Anzeiger für Harlingerland“ vom 20. April 2019; von Frank Brüling
Am 1. Mai 1919 folgte der Startschuss
UNTERNEHMEN – 100 Jahre Baustoffe Goldhammer – Jubiläumswochenende am 4. und 5. Mai
Mit dem Anbau des Baumarktes und dem Bau der großen Lagerhalle wurden 1977 die Weichen für die weitere erfolgreiche Zukunft des Unternehmens gestellt.
Johann Goldhammer blickt auf ein Jahrhundert Firmengeschichte zurück. BILD: Frank Brüling
SCHWEINDORF. (FBL/AH) Das Team des Baustoffhandels und Baufachmarkts Goldhammer in Schweindorf freut sich auf das 100-jährige Bestehen des Holtriemer Traditionsunternehmens, das am 4. und 5. Mai im Rahmen eines Jubiläumswochenendes gefeiert wird.
„In Holtriem finden wir beste Voraussetzungen und können uns über eine große Nachfrage freuen. Schließlich besteht der Bauboom nach wie vor“, betont Geschäftsführer Johann Goldhammer. Weitere Baugebiete in der Samtgemeinde befänden sich zudem in der Planungs- oder Erschließungsphase, dies könne auch weiterhin optimistisch stimmen.
Zur zehnköpfigen „Mannschaft“ des Unternehmens zählen viele langjährige Mitarbeiter. „Einige Kollegen sind bereits seit Jahrzehnten bei uns tätig. Darüber freuen wir uns natürlich ganz besonders“, so Johann Goldhammer.
Historie des Betriebs Der Holzkaufmann Heio-Weers Goldhammer aus Esens übernahm die damalige Gastwirtschaft Jung in Schweindorf und gründete am 1. Mai 1919 die Holzhandlung H. W. Goldhammer. 1955 übernahm Hermann Goldhammer als Sohn des Firmengründers die alleinige Verantwortung für die Holz- und Baustoffhandlung. Der Seniorchef Heio-Weers Goldhammer verstarb 1959 durch einen tragischen Verkehrsunfall.
Die 1960er-Jahre veränderten den Fuhrpark des Unternehmens durch den Kauf eines „Opel Blitz“-Lkw und den Einsatz des ersten Gabelstaplers. 1969 wurde dann das 50-jährige Bestehen gefeiert.
Einen tiefen Einschnitt stellte 1975 der plötzliche und unerwartete Verlust des Firmeninhabers Hermann Goldhammer dar. Sein Sohn Jasper Goldhammer trat an seine Stelle. Mit dem Anbau des Baumarktes und dem Bau der großen Lagerhalle wurden 1977 die Weichen für die weitere erfolgreiche Zukunft des Unternehmens gestellt. Der Nowebau-Leistungsgemeinschaft trat der Familienbetrieb Ende der 1970er-Jahre als einer der ersten Betriebe bei.
1987 übernahm Johann Goldhammer die Geschäftsführung von seinem Bruder Jasper. Der Neubau des Baumarktes 1991 sowie der Kauf der Nachbargrundstücke sorgten für die Anpassung an die Markt-Erfordernisse, sodass man 1994 auf 75 erfolgreiche Jahre zurückblicken konnte.
Jubiläumswochenende Derzeit bereiten sich Johann Goldhammer und seine Mitarbeiter auf das Jubiläumswochenende vor. Am Sonnabend, 4. Mai, erweitert der Betrieb seine an diesem Tag üblichen Öffnungszeiten bis 14 Uhr. Auch am Sonntag, 5. Mai, werden von 13 bis 18 Uhr Beratung und Verkauf geboten. Doch das ist längst nicht alles: Als Rahmenprogramm werden eine Tombola mit attraktiven Preisen, Kinderschminken und eine Hüpfburg geboten. Als besonderes Highlight können die Besucher mit Hilfe eines Krans mit Aussichtsgondel Holtriem „von oben“ erleben. Für das leibliche Wohl ist natürlich ebenfalls gesorgt.
Quelle: „Anzeiger für Harlingerland“ vom 21. Februar 2019; von Helmut Burmann
Drei gefällte Linden sorgen für Unmut
STOLPERSTEINE – Bäume mussten aus Verkehrssicherheitsgründen entfernt werden – Pflaster hochgedrückt
Wo einst drei prachtvolle Linden standen, sind nur noch drei Stümpfe zu sehen. Diese sollen im Frühjahr entfernt und das Pflaster neu aufgenommen werden. BILD: Helmut Burmann
Eine Aktion, die der Gemeinde nicht leicht gefallen ist. Bürgermeister Helmut Ahrends: „Wir haben das nicht gerne gemacht!“
SCHWEINDORF. Sie waren gesund und hatten eine stattliche Größe – die drei Linden vor dem Dorfgemeinschaftshaus in Schweindorf. Und dennoch fielen sie am Sonnabend der Kettensäge zum Opfer. Eine Aktion, die vielen Bürgern nicht gefiel, und auch Schweindorfs Bürgermeister Helmut Ahrends betont: „Wir haben das nicht gerne gemacht!“
Doch die Verkehrssicherheitspflicht hat die Gemeinde Schweindorf unter Druck gesetzt. Die drei Linden haben im Laufe der Jahre die Pflasterung angehoben und den Bereich vor dem Saal des Dorfgemeinschaftshauses und der Kleiderkammer gerade für ältere Mitbürger zu einem gefährlichen Pflaster gemacht, das schon zu einigen Beinahestürzen geführt hat. Der Gemeinderat Schweindorf beschloss daraufhin das Aus für die Baumart, der auch schon Gedichte und Lieder gewidmet wurden. In Absprache mit der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Wittmund wurden die Bäume schließlich am Sonnabend gefällt. Im Frühjahr soll das Pflaster aufgenommen und die Wurzeln entfernt werden. Dann wird alles neu verpflastert, um einen barrierefreien Zugang zum Dorfgemeinschaftshaus und der Kleiderkammer zu gewährleisten.
An der Mühle Klaashen und in den Straßen umzu findet am 18. Mai von 10 bis 18 Uhr ein Flohmakt statt. Wer einen Flohmarktstand an der Mühle betreiben möchte, melde sich bitte an, unter Tel.-Nr.:
Infos ⚽ XXL-Kickerturnier ⚽ Ab 15:30 Uhr startet das große XXL-Kickerturnier, jede Mannschaft besteht aus 6 Spielern. Die Startgebühr beträgt 20€. Meldet euch rechtzeitig an, die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Im Anschluss findet die Siegerehrung statt.