Monat: August 2017

2. Platz für die Dorfgemeinschaft Schweindorf

Category : Veranstaltungen

Sehen Sie hier die Bilder von unserem Korsowagen „Schweindorfer Dorfbäckerei“:
„Anzeiger für Harlingerland“ vom 29.08.2017

Der Erntekorso – ein einzigartiges Gefühl

SCHEUNENFEST – Ochtersum eröffnete „Korsosaison“ – Heiko und Anja Ihnken sind neues Erntekönigspaar

Freiluftfete abends auf dem Hofgelände von Jakob Heyken mit mehr als 1000 Besuchern.

Die Gruppe „Ochtersumer Weideabtrieb“ stellte den Bezug zum landwirtschaftlichen Hintergrund des Erntefests her. Foto: Wilko Janssen

OCHTERSUM. (wja) Ein paar Wochen seien sie schon mit dem Schmücken ihres Wagens beschäftigt gewesen, räumte Tina Janssen stellvertretend für ihre Clique, die sich aus Moorwegern und Stedesdorfern zusammensetzt, am späten Sonnabendnachmittag auf einer dem Hofgelände von Jakob Heyken in Ochtersum gegenüberliegenden Grünlandfläche ein. Hier wartete der Freundeskreis schon ungeduldig auf den Startschuss zum 22. Ochtersumer Erntekorso, ihren Wagen hatten die jungen Leute unter dem Motto „90’s Kids“ mit Comicfiguren aus den 1990-er Jahren verziert – und waren natürlich selbst als Pokémon oder Super Mario verkleidet. „Zu dem ganzen Arbeitsaufwand motivieren uns immer wieder die während des Korsos an den Straßen stehenden Kinder, die sich so freuen, wenn wir Bonbons aus dem Wagen werfen“, so Janssen.

Einen anderen Grund für ihre schon jahrelange Teilnahme an dem Ochtersumer Erntekorso nannte Leon Büscher vom Wagen „Klopferteam“ aus Neuschoo: „Das Mitfahren bei einem Erntekorso ist ein einzigartiges Gefühl. Wir haben eine Musikanlage auf unserem umgebauten Wagen installiert, lassen es uns gut gehen und werden dabei von einem Schlepper in einem gemütlichen Tempo vor viel Publikum durch den Ort gezogen.“ Es sei gut, dass die „Korsosaison“ endlich los gehe, er und seine Freunde hätten dem Start in Ochtersum schon seit Monaten entgegengefiebert. Natürlich würden sie auch an den noch folgenden Korsofahrten in Schweindorf und Osteraccum teilnehmen.

Erfolg durchschlagend

Die „90’s Kids“ ließen auf ihrem Wagen mit bunten Motiven die 1990-er Jahre wieder. Foto Wilko Janssen

Dieter Dirks, Vorsitzender der organisierenden Ochtersumer Dorfgemeinschaft (DG), verriet am Rande der Veranstaltung, dass man sich in den späten 1990-er Jahren von dem Konzept eines herkömmlichen Erntedankfests verabschiedet habe und zu einer Korsoausfahrt mit abschließender Freiluftfete auf dem landwirtschaftlichen Betrieb von Jakob Heyken übergegangen sei. Dirks: „Der Zuspruch zu einem Ernteball in der Gaststätte ließ immer mehr nach, insbesondere bei der jüngeren Generation.“ Man sei damals wohl einer der ersten Orte in der Region gewesen, der die Idee eines Erntekorsos verwirklicht habe. Der Erfolg sei durchschlagend gewesen, so dass bis zum heutigen Tag an dem Konzept nicht mehr gerüttelt worden sei: „Der Korso begeistert in erster Linie die jüngere und die mittlere Generation. Für die etwas Älteren wird zeitgleich zur Ausfahrt ein geselliges Beisammensein in der Scheune angeboten.“ Und für die musikalische Umrahmung von Letzterem sorgte in diesem Jahr der Musikzug der Feuerwehr Middels, der ein Platzkonzert auf dem Hofgelände von Heyken gab.

Schon seit einigen Jahren nimmt die „Hangover Crew“ an dem Ochtersumer Erntekorso teil. Mit einer Musikanlage und einer Nebelmaschine sorgten die Mitglieder für Stimmung. Foto Wilko Janssen

Dass ein Erntefest tatsächlich direkt auf einem echten Bauernhof stattfindet, dürfte wohl einzigartig in unserer Region sein. „An dieser Stelle möchten wir uns ausdrücklich bei der Familie Heyken bedanken, die seit Anbeginn ihren Betrieb für diese Veranstaltung zur Verfügung stellt“, betonte Dirks im Namen der Dorfgemeinschaft.

Dies vor allem vor dem Hintergrund, dass abends die Rückkehr des Erntekorsos gleichzeitig den Beginn der Freiluftfete auf dem Hofgelände darstellt, zu der auch in diesem Jahr über 1000 jugendliche und junggebliebende Besucher den Weg zu Heykens Hof fanden.

Der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft erklärte, dass es am frühen Abend zu einem Generationswechsel im Publikum käme, der auch so gewollt sei. Dirks: „Dadurch bleibt unser Fest für alle Altersschichten attraktiv.“

Um einen kleinen Anreiz bei der Gestaltung der Korsowagen zu geben, fand auch in diesem Jahr eine Prämierung des schönsten Wagens durch eine auswärtige Jury statt. Als Beurteilungskommission hatte sich die DG im Vorfeld den Klootschießer- und Boßelerverein aus Fulkum ausgeguckt, deren Vertreter zu folgendem Ergebnis kamen: Den ersten Platz belegte der Wagen „Döschketied“, besetzt mit jungen Leuten aus verschiedenen Teilen Holtriems, zweiter wurde die Dorfgemeinschaft Schweindorf mit der Darstellung einer früheren Dorfbäckerei und auf den dritten Platz kam die frühere Ochtersumer Dorfjugend mit ihrem „Weinfest“.

Da die Dorfgemeinschaft vor einigen Jahren die Regelung einführte, dass die Mitfahrer des höchstplatzierten Ochtersumer Korsowagen aus ihren Reihen das neue Erntekönigspaar auswählen dürfen, lag die Entscheidung in diesem Jahr beim Team „Weinfest“. Die frühere Dorfjugend wählte schließlich Heiko und Anja Ihnken aus.

In der Kategorie „Nachwuchs“ vergab die Jury einen Sonderpreis an den Wagen des Ochtersumer Kindergartens.


Sonniges Mühlenfest im Jubiläumsjahr

Category : Veranstaltungen

„Anzeiger für Harlingerland“ vom 14.08.2017 – VON GERHARD FRERICHS

VERANSTALTUNG Kunst- und Handwerkermarkt mit Gottesdienst und Shantys locken

Der Mühlenverein Schweindorf wurde am 18. Juni 1992 gegründet.

VON GERHARD FRERICHS

Am Fuße der Schweindorfer Mühle gab es durch die Kunsthandwerker, wie hier der Seilmacher, vielerlei Aktionen, die bestaunt wurden. BILD: GERHARD G. FRERICHS

SCHWEINDORF – Vorsitzender Holger Rathmann und sein Stellvertreter Erhard Pfeifer sind voller Freude: Bei bestem Wetter konnte am Sonntag das Jubiläumsfest rund um die Klaashensche Mühle in Schweindorf gefeiert werden. Gottesdienst, Kunst- und Handwerkermarkt, Lieder vom Damen-Shantychor, DJ Helmut Emken sowie eine Vielzahl an Leckereien und Aktionen zogen die Massen an.

Schon der Auftakt der Festlichkeiten „25 Jahre Mühlenverein Schweindorf“, der Gottesdienst mit Pastor Alexander Schreb, war verheißungsvoll. Weit über 100 Besucher folgten im Rahmen „Kark up d ́ Dörp“ der Predigt, bei der vor allem das „feste Fundament“ des Lebens und der Ausspruch „auf Sand gebaut“ im Mittelpunkt standen. Musikalisch wurde der Gottesdienst vom Chor der Kirchengemeinde aus Schweindorf, Utarp und Ochtersum unter der Leitung von Joachim Stirner begleitet. Im Anschluss saßen die Besucher bei Tee und Krintstut beisammen, um zu klönen.

Parallel öffneten die 25 Stände der Kunsthandwerker, die Marktmeister Uwe Galts äußerst abwechslungsreich zusammengestellt hatte. So konnten die immer stärker zuströmenden Besucher unter anderem Brotwaren, Karten, Filz-, Holz-, Metall- und Schmiedearbeiten, Floristik, Schmuck, Honig, Senf, Seilmacherei, Spinn- oder Häkelkunst erwerben. Ein buntes Treiben, bei dem es den Besuchern Freude machte, allein schon dem Klingen des Ambosses oder dem Surren der Spinnräder zu lauschen.

Großen Andrang erfuhr das sehr bekannte und beliebte Tortenbuffet, das sich wiederum durch beachtliche Tortenspenden der Schweindorferinnen hervorhob. Unter der Leitung von Hans-Otto Dziggel, einem ehemaligen Schweindorfer, brachten die Frauen vom „Damen-Shantychor Aurich“ die Küste unmittelbar auf das Mühlengelände. Den Liedern von der Waterkant folgten dann aktuelle Charthits und bekannte Volkslieder durch DJ Helmut Emken.

Eiswagen, Hüpfburg und unzählige Dorfrunden mit dem „Holtriem Express“ rundeten das sehr gut besuchte Mühlenfest mit Kunst- und Handwerkermarkt in Schweindorf ab. Nach dem Jubiläumsfrühstück am 2. Juli und dem jetzigen Jubiläumsfest anlässlich des 25-jährigen Vereinsbestehens, dürfen sich die Mitglieder und Besucher schon auf das kommende Jahr freuen, da dann das zehnjährige Bestehen des neu errichteten Packhauses gefeiert werden kann.


900 Kilometer zu Urgroßeltern geradelt

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„Anzeiger für Harlingerland“ vom 12.08.2017 – VON KATRIN VON HARTEN-WÜBBENA

REISE Gerhard Fleßner ist mit seinen fünf Enkeln von Baden-Württemberg nach Schweindorf gefahren

Elf Tage war die Gruppe unterwegs. Eine Ringelnatter kreuzte ihren Weg.

Glücklich nahmen Johanne (Dritte v. l.) und Hermann Fleßner (Sechster v. l.) ihren Sohn Gerhard Fleßner (ganz links) und ihre fünf Urenkel in Empfang. BILD: KATRIN VON HARTEN-WÜBBENA

SCHWEINDORF – Bei Hermann und Johanne Fleßner war die Freude vorgestern groß. „Unsere fünf Urenkel und unser Sohn sind mit dem Fahrrad von Baden-Württemberg zu uns gefahren“, sagt Hermann Fleßner, der zusammen mit seiner Frau im Seniorenheim Vogskampen in Schweindorf wohnt.

Rund 900 Kilometer fuhr die sechsköpfige Gruppe bestehend aus Gehard Fleßner und seinen fünf Enkelkindern Neele (12 Jahre), Alexa (17 Jahre), Lara (14 Jahre), Tomma (14 Jahre) und Tim (14 Jahre). „Das war zwischen- durch ganz schön anstrengend“, sagt Neele Steinmüller. Und auch die ein oder andere Panne gab es während ihrer elftägigen Reise. „Zwei Platten und einen Speichenbruch hatten wir“, sagt die 17-jährige Alexa Fleßner. Weiter erzählt sie: „Tomma hat einmal einen Pfosten nicht gesehen und ist voll dagegen gefahren.“ Passiert ist ihr nichts. Ihr Fahrrad war hingegen verbogen und musste gerichtet werden.

Langeweile kam bei der Tour nicht auf. Jeder Tag bot neue Erlebnisse. „Einmal haben wir uns total erschrocken. Wir dachten, auf dem Weg liegt ein Stock, und ich wollte ihn wegnehmen. Plötzlich bewegte sich der Ast und ich merkte, dass es eine Ringelnatter war“, sagt die 14-jährige Lara Fleßner. Auf ihrer Route sahen sie neben der Ringelnatter etliche Störche, Schafe, Kühe und Pferde. „Die Radwege führten oft an Weiden entlang“, erklärt Gerhard Fleßner.

Gestartet sind sie in Adelsheim und fuhren über Heidelberg, Worms, Koblenz, Rheine, Meppen, Leer bis nach Schweindorf. Den Kölner Dom, den Mäuseturm in Bingen, die Loreley am Rheinufer, Burg Pfalzgrafenstein und die größte Weltkarte in Meppen besichtigten sie. „Und nicht zu vergessen, den größten Hügel Ostfrieslands – einen Deich“, scherzt Tim Attinger.

Bis Sonntag bleibt die Gruppe noch in Westerholt. Dann geht es mit dem Auto und einem großem Fahrrad- anhänger zurück nach Adelsheim. „Meine Frau Christa ist heute mit dem Auto angekommen. Bis zur Heimreise wollen wir unter anderem noch ein paar schöne Stun- den mit meinen Eltern verbringen“, sagt Gerhard Fleßner.

Pro Tag radelten sie 50 bis 110 Kilometer. Dies entspricht eine Fahrtzeit von drei bis sechs Stunden. Von den elf Tagen legten sie in Worms einen Ruhetag ein. Die Idee zu der gemeinsamen Fahrradtour hatten die fünf Jugendli- chen. „Aus Spaß sagten wir zu Opa, dass wir mit ihm zu Uropa und Uroma nach Ostfriesland fahren wollen. Er ist die Strecke schon achtmal geradelt“, sagt Alexa Fleßner. Ob sie Strecke im nächsten Jahr erneut alle zusammen zu- rücklegen, ist noch offen.


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